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- 22.2.2010: Happy New Year & Mit 30 Jahren da fängt das Leben an
- 28.11.2009: AUSWÄRTSSIEG, Oktoberball und Home Sweet Home
- 1.9.2009: Ukraine - wir kommen
- 2.8.2009: Früchte Déjà-Vu und Summer Cup
- 4.7.2009: Business Trip to Voronezh
- 4.7.2009: Der König von Almaty "did a Dave"
- 1.7.2009: St. Petersburg - Trip
- 7.6.2009: Hallo
- 6.6.2009: Kultur
- 13.5.2009: Verpasste Parade, Tequila Boom und Hockey Weltmeisterschaft
Happy New Year & Mit 30 Jahren da fängt das Leben an
22.2.2010 von Norman.
„Long time, no see“ – sorry dass ich lange nichts mehr geschrieben hab, was nicht daran lag, dass ich nichts erlebt hab, sondern vielmehr dass ich derzeit weniger Zeit hab und daher Aufgaben priorisieren muss – Time Management nennt man das wohl umgangssprachlich.
Also was ist mir in der Zwischenzeit so widerfahren. Zuerst einmal Weihnachten und Silvester. Weihnachten war wie immer grandios und es war super nach all der langen Zeit Familie und Freunde wiederzusehen. Silvester war der Hammer und das erste mal in meinem Leben, dass ich Shorts und T-Shirt gefeiert hab. Riesen Dank an Andre und seine Entscheidung mir nach Bali zu folgen und ich denke er hat es nicht bereut. Nach einem endlos langen Flug sind wir am 29.12. in Kuta (Bali) angekommen. Nachdem wir unser Hotel gefunden hatten ging es gleich zum Strand und danach auf Piste. Kuta ist das Party Zentrum auf Bali und voll von jungen australischen Jungendlichen und diversen älteren Herren, die auf der Suche nach der Liebe ihres Lebens sind – Andre nächstes Mal bekommen wir unser Bundesverdienstkreuz. Tja wie immer haben wir es irgendwie übertrieben und waren morgens früh um 7 wieder heim – die letzte Bar in der ich gelandet bin war voll von diesen komischen Herren aber das kommt wohl davon wenn man sich einfach auf ein Moped setzt und frag wo noch Party ist J Nachdem wir uns am nächsten Tag erholt hatten und die erste von 10 Marken - Sonnenbrillen gekauft hatten, wurde es Zeit Silvester anständig zu feiern. Start war ein super Restaurant namens Kopi Pot und danach ging es durch zahlreiche Bars und Klubs. War echt super in Flip-Flops und kurzen Hosen zu feiern. Schaut euch die Fotos an, die sprechen für sich und es war echt ne super Party
Die restlichen Tagen haben wir genutzt um Eindrücke zu sammeln und Exkursionen zu machen. Wir waren 2 mal Tauchen, wobei wir beim 2. Mal durch ein alten 120m Schiff getaucht sind. Kompliment hier an Andre der unter Wasser so gut wie nicht atmet, meine Flasche war nach 40min alle was Andre mit seinem unnachahmlichen Abwinken kommentiert hat. Naja ich konnte mich dafür beim Moped fahren auszeichnen und man glaubt nicht, dass ein Kerl, der mit dem Fahrrad geboren ist, nicht fähig ist ein Moped zu steuern und lieber mit den Füssen bremst als den Bremse zu benutzen. Naja jedenfalls war der Urlaub riesig und ich denke es wird nicht der letzte in der Ferne zu Silvester sein.
Angekommen in Moskau – scheiss kalt übrigens und hier liegen zig Millionen Tonnen Schnee – wurden erst einmal die guten Vorsätze in die Tat umgesetzt also ab ins Fitnessstudio, da ich ein paar Kilo zu viel hatte auf Grund zahlreicher Fütterungsaktionen meiner Mutter – „Junge du bist so dünn geworden“. Bin nun also World Class Gym Member und versuche gemäß deutscher Disziplin 3-4 mal die Woche zu gehen. Auf Arbeit läuft es gut und hoffe mein Projekt im Herbst liefern zu können, wenn nicht dann werde ich wohl eher zurückkommen als geplant.
So und da war doch noch der Tag der Tage in 2010 – mein 30. Geburtstag. Erst mal sorry dass ich nicht in Eisleben gefeiert hab und vielen Dank für all die Anrufe, Mails, SMS und StudiVZ-einträge aber die Feier hier war der absolute Knaller und sollte über 3 Tage gehen. Begonnen hat die Feier erst mal mit einer Menge Stress da ich meine Freunde in meine Wohnung um 10.30pm eingeladen hab und ich 9.30pm noch auf Arbeit saß. Also raus auf die Straße, Arm raus, schnell handeln, hoffen dass kein Stau ist und ab nach Hause. Supermarkt und fertigmachen in 15min ist olympiareif und dann ging die Party los. Nach einem sehr lustigen Warm-Up in meinen 4 Wänden mit Freunden und einigen Gästen ging es in den Club Family – dort hatte ich einen Tisch gemietet und in kürzester Zeit waren wir in Begleitung zahlreicher hübscher Damen (einige bekannte und neue Gesichter) und ab ging die Sause. Ich war dann gegen 6 Uhr heim nach einigen Stopps wegen Übelkeit J
Nachdem ich mich dann Samstag erholen musste ging es am Abend in das Restaurant „Simple Things“ – Eingeladen hab ich all meine Freunde inkl. Frauen nachdem der Vorabend zur „Frauen-freien-Party“ erklärt wurde, was natürlich nur auf die eigenen Freundinnen begrenzt war, um eventuelle Streitigkeiten zu umgehen. An meiner Seite war Svetlana meine neue Freundin. Es war ein super lustiger Abend nur leider existieren nicht viele Fotos da ich vergessen hatte meinen Akku aufzuladen oder vielleicht war ich einfach noch nicht in der Lage.
Am Sonntag wurde das Feierwochenende mit einem Sektfrühstück / brunch beendet und ab ging es mit dem Nachtflug auf Dienstreise nach Bratislava. Frag nicht aber meine Sekretärin hat leider den 5 Uhr morgens Flug gebucht, was bedeutet ich muss gegen 3.30 los. Blöderweise hatte der Taxifahrer Verspätung aber ich hab es grad noch geschafft. Ach ja ich durfte mir ne Sekretärin aussuchen und das schöne an Russland ist, dass als ein wesentliches Kriterium Aussehen formuliert werden durfte. Natürlich ist sie auch fleißig und echt gut – also hab ich alles.
So ihr Lieben, das muss es erst mal gewesen sein, da ich nun ins Gym muss J
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AUSWÄRTSSIEG, Oktoberball und Home Sweet Home
28.11.2009 von Norman.
So ihr lieben Leute, da bin ich mal wieder um euch über mein Leben und die neuesten Erkenntnisse zu informieren. Das Beste zu erst – ich hab endlich meine eigenen 4 Wände. Der eigentliche Plan war, dass ich in aller Ruhe herumschaue und mich in aller Ruhe entscheide aber nach 4 Besichtigungen war mir dass echt zu viel Stress und außerdem war Wohnung Nr. 5 echt ein Knaller: 3 Räume, 68qm, gute Gegend, schöne Einrichtung und ein Supermarkt im Erdgeschoss. Ich glaub Stefan war dann doch ganz froh dass er seine Ruhe hatte und ehrlich gesagt bin ich super glücklich, da so eine eigene Wohnung einige Vorteile bietet. Also ich hab nun vorgelegt und bin bereit Gäste zu empfangen. Und ich hab mir meine erstes Soundsystem geleistet – naja blöderweise hab ich den Verkäufer nicht richtig verstanden oder nur ca. 50% jedenfalls ist das Ding von der Lautstärke überdimensioniert für meine Wohnung, mal schauen wann sich der erste Nachbar beschwert aber das Musikduell mit dem Typen über mir der dauernd Klavier spielt hab ich angenommen und werde es gewinnen J
So kommen wir mal zu den letzen 4 Wochen und das herausragende Erlebnis war der Besuch des Länderspiels Russland – Deutschland. Dank an dieser Stelle nochmal an Saso der mich mit ein paar Frankfurter Kollegen bekanntgemacht hat und ich dadurch eine Karte ergattern konnte. Treffpunkt mit den Jungs war das Riz-Charlton, blöderweise war ich zu spät und hab den Lothar verpasst aber bin Herrn Beckmann und Herr Maier in die Arme gelaufen. Zum Stadion ging es standesgemäß per Metro – der Zug war voll von russischen Fans, die aber zu diesem Zeitpunkt noch guter Laune waren und uns mit netten russischen Sprechgesängen die Fahrt versüßt haben – mehr als RUSSIA, RUSSIA war nicht drin. Angekommen im Luzhniki Sportpark ging es dann zum deutschen Fanblock, der schon gut gefüllt war. Leider mussten wir auf Bier und die obligatorische Stadionwurst verzichten dafür gab es Tee aus dem Samowar und Kekse. Das Spiel war echt ein Erlebnis und die Stimmung grandios. Ich glaub die Deutschen hat man nur nach dem Tor gehört. Wir haben uns auf jedenfalls köstlich amüsiert. Naja die Rache der Ordnungskräfte kam nach Spielende und wir wurden im Block gehalten bist der gesamte Sportpark geräumt war, was ca. ne Stunde gedauert hat. Danach wurden wir ca. 2000 Soldaten zur Metro geleitet.
Der Knaller war aber der Abend, der sich zu einem der besten in Moskau entwickelt hat. Ich war aus mit Irina und Marina – beide ca. 1,85m und blond – und der Plan war in einen Club namens Soho Rooms zu gehen. Normalerweise kommt man da nicht so einfach ein aber mit zwei Schönheiten im Arm war es ein Spaziergang. Zu späterer Sunde sind wir grad am Tanzen als auf einmal ein Typ an mir vorbeigeht den ich irgendwie kannte – Deja Vu – und dann macht es Klick – das war Tim Wiese. Kurz darauf folgen Schweini, Poldi und Mertesacker. Als Mario Gomez an mir vorbeihuschen will, nutze ich die Kunst der Stunde und quatsche ihn an: „Hi Mario – geiles Spiel heute“ – ja ich weiß nicht sehr originell aber es hat gewirkt. Er bleibt stehen und wir plaudern ein wenig über das Spiel. Am Ende war die ganze Nationalmannschaft in dem Club – Manuel Neuer kam später was ich mit dem Spruch „Manuel du bist spät dran“ komentiere (ich fand es witzig, er nicht so) – natürlich im VIP Bereich aber auch die Jungs können sich dem Zauber der russischen Frauen nicht entziehen und kamen aus dem VIP Bereich zu den Normalsterblichen um die deutsch-russische Freundschaft zu pflegen und das war meine Chance – Arm raus und Schweini wie ein Kumpel heranziehen. Der Gute war etwas verblüfft aber ich habe ihm erst mal meinen Begleiterinnen vorgestellt als „mein Kumpel Schweine – Зто мой друг Басти“ – die Mädels waren natürlich beeindruckt, wen ich so kenne J. Leider hat Basti meine Einladung auf einen Drink nicht angenommen –Schade der weiß echt nicht was gut ist. Dieselbe Vorgehensweise habe ich bei Poldi und Marcel Neuer J
Etwas später dreht der DJ die Musik runter und begrüßt unser Team – naja die meisten Russen haben sich nicht wirklich gefreut, naja die Herren zumindest – und ich nutze die „akustische Stille“ um ein lauten „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ zu rufen, was mir ein paar böse Blicke einbringt aber auch die Siegerfaust unser Spieler.
Als wir grad gehen wollen, kommt Per Mertesacker und die folgende Konversation startet:
Norman: Hi Per, super Spiel und wie gefällt euch Moskau?
Per: Ja klasse dass dir das Spiel gefallen hat, sag mal wo sind hier die Toiletten?
Norman: Treppe runter und dann links
Ein weiteres Großereignis folgte die Woche später: mein Team die Moscow Bhoys haben die Sommermeisterschaft gewonnen. Zur Feier und zum letzten Spiel gibt es dafür einen neuen Satz Trikots. Blöderweise ist das letzte Spiel 10 Uhr morgens und all müssen zum Fototermin 9 Uhr antreten. Naja da muss man halt mal die Pobacken zusammenkneifen um vom Club heimfahren, die Sporttasche holen und dann zum Spiel fahren. Diese Einlage erklärt, warum ich keine Farbe im Gesicht hab. Am Abend war dann der – haltet euch fest – Russia Today October Ball of the Allianz Rosno Expat Football League oder kurz der Saisonabschlussball – naja die Sponsoren müssen halt irgendwie genannt werden. Ein Riesenevent in einem Hotel mit Buffet, Live Musik und Kleiderordnung – Herren im Anzug und Damen in Ballkleidern. Ich war wieder mit Irina und Marina und unser Team der Star des Abends. Der Abend war herausragend inkl. Auktion und viel Tanzen. Als Bands haben Reflex und October Sun gespielt. Reflex ist ne Russenband bestehend aus 3 hübschen Blondinnen die aber mehr damit beschäftigt waren ihre Haare im Ventilatorwind wehen zu lassen als ne gute Show zu machen. October Sun ist eine Cover Band von einem Spieler und die haben richtig gerockt. Wie bereits geschrieben, der Abend war genial. Danach ging es noch in einen Club namens RAI bis der Akku leer war.
So ihr Lieben dass muss es erst mal gewesen sind für heute. Ach ja kleiner Hinweis, das Kommentarfeld kann gefüllt werden, würde mich freuen und zeigt mir dass ihr meine Beiträge lest.
Dank auch an den König von Mainz – danke für den Kommentar Torsten, lass es dir gutgehen
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Ukraine - wir kommen
1.9.2009 von Norman.
Heute möchte ich Euch ein wenig von meinem Urlaub in der Ukraine berichten. Wie einige von Euch bereits wissen hat mich Robert aus Frankfurt begleitet. Getroffen haben wir uns am 08. August in Kiew auf dem Flughafen. Da ich etwas später gekommen bin, hat sich Robert in der Zwischenzeit mit einem Taxifahrer angefreundet. Diese Freundschaft hat sich dann als nicht wirklich schlecht herausgestellt, da uns der gute Sergey erst mal ein Bier auf dem Weg in die Innenstadt spendiert hat.
Nachdem wir ausgiebig im Apartment gequatscht haben, sind wir am Abend in ein Restaurant / Club namens Decadence. Dort haben wir zu allem Erstaunen ne Reihe Deutscher kennengelernt – Sebastian aus Cottbus und komischer Weise einige Leute von der DreBA in Frankfurt. Der Abend war echt super und wir hatten ne Menge Spaß. Am Sonntagnachmittag ging es dann mit dem Flieger nach Simferopol auf der Krim und danach mit Steffen unserem Fahrer und Organisator nach Jalta (ca. 1h Fahrt).
Jalta ist echt ne super schöne Stadt und die Promenade der Wahnsinn. Am nächsten Tag haben wir dann ausgiebig die Stadt und die Strände besichtigt. Vieles ist zwar recht einfach und nicht wirklich luxuriös aber dafür super schön. Insbesondere am Abend sind alle auf den Beinen an der Promenade und lassen es sich gutgehen – Robert und ich natürlich mittendrin.
Am nächsten Tag haben wir den Ort der Jalta Konferenz besucht – Alupka. Super schön aber leider zu voll. Haben uns dann die Stadt und Umgebung angesehen. Ist echt ein schöner Platz für so ne Konferenz. Abends sind wir leider in einer Bar versackt, so dass der dritte Tag kurzerhand zum Strandtag erklärt wurde.
Am letzten Tag waren wir auf dem Aj-Petri – einem Berg oberhalb von Jalta. Dort gab es lecker Schaschlik und einen super Ausblick über die Insel. Danach sind wir zu einem Canyon gefahren mit einem 35 Jahre alten Lada – Robi war vollends begeistert aber hatte auch ein wenig Angst.
Am Freitag ging es dann wieder nach Leipzig. Blöderweise wurden wir von der Polizei gestoppt, die unserem Steffen Alkohol im Straßenverkehr nachgesagt hat. Leider hatten wir es recht eilig da wir vorher in einem Stau gestanden haben und leider haben die Jungs das mitbekommen. Der ganze Spaß hat Steffen ca. 100 EUR gekostet und mir und Robert ebenfalls da wir unseren Flugverpasst haben – zum Glück ging aber ein weiterer Flug ne Stunde später.
In Kiew angekommen stand am Freitag eine Clubtour auf dem Programm – ich glaub wir waren echt in allen wichtigen Clubs – Nr. 1 Decadence. Samstag stand Sightseeing auf dem Programm. Kiew ist echt ne Reise wert und verfügt über super schöne Kirchen und Klöster. Für ein kleines Handgeld in Höhe von 10 EUR gab es dann auch ne private Führung durch das Dinamo Kiew Stadion inkl. Vereinsmuseum. Für Geld bekommt man in diesem Land echt alles - naja fast alles. Hab versucht den UEFA Pokal den Dinamo 1974 gewonnen hat für 50 EUR zu kaufen aber der Security Mann wollte nicht. Samstagabend haben wir es uns nochmal richtig gutgehen lassen und waren nochmal mit dem Cottbuser Sebastian unterwegs und haben unsere letzte Nacht in Kiew nochmal genossen.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass Kiew und Jalta super Urlaubsorte sind und ich diese echt empfehlen kann aber man sollte schon ein wenig Russisch sprechen.
Sicht auf die Bucht bei Alupka
Ich im Garten vom Alupka Schloss
Am vorangegangenen Wochenende hatte ich meinen ersten Besuch – Kathi und Sebastian waren in Moskau. War echt ein super Wochenende und ich glaube ich konnte meine neue Heimat von der besten Seite zeigen - angefangen von all den wichtigen Sehenswürdigkeiten bis hin zu allen wichtigen und schönen Bars und Clubs. Samstag war das Highlight da wir einen Tisch im Opera mit ein paar Freunden gemietet hatten. Wir Deutsche haben dann auch den Club abgeschlossen mit der Konsequenz, dass wir am Sonntag alle einen kleinen Durchhänger hatten, der sich aber am Abend wieder von selbst wieder aufgelöst hat.
Blick über Moskau - Sky Lounge
Viel Spaß beim Bilder schauen und bis zur Wiese
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Früchte Déjà-Vu und Summer Cup
2.8.2009 von Norman.
So liebe Leute, einigen hab ich es schon erzählt, dass Stefan und ich es erreicht haben, dass unsere Firma die Liga sponsert, in der wir Fußball spielen. Unser Boss hat ganz schön Kohle locker gemacht und wir durften ca. 10.000 USD für den Sommer Cup ausgeben an dem wir unser Engagement bekannt gegeben haben. Die Organisation hab ich übernommen und ich kann sagen, dass es echt ne Erfahrung war. Leider musste ich zu Beginn die Erfahrung machen, dass unsere Marketing Leute nicht wirklich kreativ sind und dass man die echt jeden Tag treten muss, dass die arbeiten und liefern. Bin fast wahnsinnig geworden. Ich glaube auch, dass die mich hassen aber ohne die ständigen Anrufe und Mails wäre es echt nichts geworden. Stefan und ich haben und dann also hingesetzt und fast jedes Design gemacht. Wir wollten neue Spielerkarten haben für jeden Spieler, die Dinger sehen geil aus, ähnlich wie Kreditkarten und mit der Allianz-Arena drauf. Ist quasi ne offizielle Karte der Liga. Naja nachdem wir das Design gemacht hatten, habe ich alle Daten an unsere Kollegen geschickt zwecks Produktion. Leider habe ich den Fehler gemacht, meine Kollegen ein letztes Mal zu kontrollieren – also wurden 200 Karten mit dem Aufdruck „Data of Birth“ statt „Date of Birth“ zu drucken. Stefan hat die Karten vor mir gesehen – naja jeder der Stefan kennt kann sich den Ablauf des Anrufes vorstellen – echt lustig und ne Oskar-reife Zusammenfassung russischer Unzulänglichkeiten. Also wurden am Donnerstagabend nochmal 200 Karten gedruckt – „Еще раз пожалуйста“.
Die zweite Herausforderung war ne Torwand – wusste nicht, dass dieses Spiel außerhalb der deutschen Grenze unbekannt ist. Also haben wir eine bauen lassen von einem Engländer namens Dave - natürlich hatte die die Maße der offiziellen ZDF Torwand (2,85m x 1,80m und 55cm die Löcher). Halbe Sachen gibt es bei mir nicht.
Um wirklich sicherzugehen, dass alles perfekt ist, habe ich Freitag nochmal alles besichtigt und kontrolliert und der Druck hat geholfen, alle Marketingmaterialen, Geschenke etc. sind geliefert worden. Als ich Freitag – der letzte Tag vor dem Ereignis – nach Hause gehen wollte, ruft die Firma an, die unser Werbebanner – ca. 50m – an eine Wand im Stadion anbringen wollte an, dass der Direktor des Sportplatzes nicht die Erlaubnis erteilt hat. Also Typ anrufen und fragen was das Problem ist – das Problem war das es sich bei dem Banner um Werbung handelt. Naja das hatten wir im ca. 50-mal in der Woche verklickert aber Werbung ist nicht immer Werbung. Nach kurzem Hin und Her war klar was er wollte – ein Stück vom Kuchen und zwar ein großes oder ca. 100 Tsd. Rubel (ca. 2,500 EUR). Verdammt das Banner war mir verdammt wichtig – schaut euch die Fotos an, es ist gigantisch. Also nach einigem Telefonatem mit dem Typ haben wir ihn auf 30tsd. RR runtergehandelt. Echt wie auf dem Basar. „Komischerweise“ wollte er die Kohle noch Freitagabend und in Cash – versuch das mal in einer halbwegs seriösen Firma zu organisieren, aber zum Glück konnte ich das Geld bei den Kollegen des Ligamanagements auftreiben. Also bin ich Freitagabend zu dem Sportplatz gefahren um mein erstes Bestechungsgeld zu zahlen. Das geile ist, dass man in diesem Land dafür sogar ne Quittung bekommt. Kaum bin ich das Geld los und wir wollen wieder abfahren, werden wir vom Schrankenmann (Security an der Pforte, der den Schlagbaum betätigt) angehalten und er sagt uns, dass für das Turnier aber nur 4 Autos auf das Gelände dürfen, wegen einer fehlenden Genehmigung – naja bei erwarteten 300 Personen ist das ne Herausforderung. Naja aber er könnte wohl ein Auge zudrücken bei Übergabe einer geringen Summe von ca. 10.000 RR. Bevor ich ihm ein „F…. you“ an den Kopf knallen wollte, hab ich mich der historischen Tatsache erinnert, dass Schlagbäume für Deutsche keinerlei Hindernis bedeuten und ihm gesagt, dass wir ab 8 Uhr in der früh zurück schießen, ääähhh ich mein, dass am nächsten Tag klären. Am nächsten Tag ging aber alles seinen Gang.
Der Event oder das Turnier war echt geil, alles hat geklappt, das Wetter war prima, den Leuten hat es gefallen, die Torwand war ein Erfolg, mein Oberboss war da und voll begeistert. Naja sportlich lief es eher bescheiden für mein Team aber egal, der Event war geil. Und hab echt viele neue Leute kennengelernt. War echt glücklich. Abends waren wir dann noch mit unserem Team feiern, da wir den Wettbewerb an der Torwand gewonnen hatten – 1,000 USD. War echt lustig.
Das muss es erst mal gewesen sein, achja hab an diesem WE meinen ersten Hattrick gemacht – schaut euch das Video auf de moscowfootball.com Seite an. Die Seite haben wir auch überarbeitet. Ist echt geil geworden. Und das Banner hängt immer noch im Stadion.
So hab die Tage auch einige Früchte Déjà-Vu – ist echt geil an der Metrostation in der Nähe der Arbeit verkauft so ne Omi alle möglichen Beeren – Himbeeren, Stachelbeeren etc. und die Mirabellen - Wahnsinn all das Zeug was wir als Kinder von den Sträuchern bevorzugt bei Onkel Kurt im Garten) genascht haben in diversen Garten und jetzt ein Vermögen im Supermarkt kostet – hier nicht 500g Himbeeren ca. 2 Euro - herrlich
So der nächste Eintrag wird etwas auf sich warten müssen und er berichtet von meinem Urlaub – es geht nächsten Samstag nach Kiew und danach eine Woche auf die Krim nach Jalta. Der gute Robert kommt mit und hat schon ein wenig Angst J
Freu mich aber schon weil ich echt urlaubsreif bin, also bis bald
Stefan schmuggelt sich auf das Siegerfoto
Stefan bei der Preisverleihung
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Business Trip to Voronezh
4.7.2009 von Norman.
So die Reisen gehen weiter im großen Russland – diesmal Geschäftsreise nach Voronezh. Hintergrund ist ein Projekt welches das Ziel hat manuelle Arbeit von Moskau nach Voronezh zu verlagern. Nach 4 Monaten harter Arbeit war es nun zuweit – das Cente ist angemietet und bereit zur Besichtigung. Also ging es mit ca 25 Leuten im Nachtzug nach Voronezh. Mein erster Nachtzug und meine anfängliche Begeisterung ist schnell entwichen. Die Nacht war grauenhaft und ich hab ca. 1,5h geschlafen, ich hatte so einen alten Russen in der 4 Mann Kajüte der tierisch geschnarcht hat – bin fast wahnsinnig geworden, naja zum Glück hatte ich meinen Ipod aufgeladen.
Voronezh ist ca 400km von Moskau entfernt und nicht wirklich für was bekannt. Ist halt ein nettes kleines Städtchen mit ca. 1 Million Einwohner. Nachdem wir angekommen sin, ging es erst mal ins Hotel zum Frühstück und danach zur Centerbesichtigung. Nach dem Mittag war Stadtbesichtigung angesagt und dann zum Teambuilding-Event irgendwo in den Wald – ehrlich sind fast eineh durch den Wald gebrettert um an einen Ort wie Ballin‘s Waldgaststätte zu kommen. Dort war es aber super, nach ein paar lustigen Spielchen gab es Schaschlik und Wodka – und ich umzingelt von russischen Kollegen, also ging es los mit der russischen Feier. Im Grunde steht alle 5 Minuten einer auf und spricht einen Tost und unter kreischendem „Hip hip hurra“ wird Wodka getrunken. Die Gemeinschaft war dann auch ziemlich schnell in guter Stimmung. War echt super erstrecht als dann noch alle getanzt haben. Echt geile Party nur leider hat es meine Kamera entschärft – wollten ein lustiges Foto machen – also Kamera auf die Erde legen, Selbstauslöser aktivieren, Kollegen in den Arm nehmen und im Kreis drumherum tanzen . Wer rechnet denn damit, dass eine der Damen voller Begeisterung den Ring sprengt und ausgelassen in der Mitte des Kreises und auf meiner Kamera tanzt. Also ich brauch dann wohl ne neue – falls Dennis das liest, Junge da war doch noch was oder?
Gegen 23 Uhr ging es dann zurück, naja und Mr. Klebefinger hatte auch für reichlich Wodkanachschub für die Fahrt gesorgt. Irgendwie war die Fahrt dann auch recht angenehm. Der Rest ist schnell erzaehlt – vom Bus an die Bar, von der Bar in die Stadt in ne Kneipe – dann wieder Hotelbar. War dann gegen 6 Uhr morgens im Bett. Gut dass ich Freitag keine Meetings hatte, also schlafen bis 2 Uhr Nachmittags, dann ab in die City zum Sightseeing und dann mit dem Nachtzug nach Moskau. Im Zug hatte ich echt Glück, denn in meinem Abteil waren außer mir 3 Soldaten – super nett aber kaum ist der Zug angerollt gab es Wodka und Bier und ich wieder mittendrin. Verdammt, zum Glück konnte ich das Bett mit einem 4. Soldat tauschen, der zu seiner Gruppe wollte, dennoch einige Wodka musste ich mittrinken. Diesmal habe ich dann auch ganz gut geschlafen und bin nun wieder in meiner neuen Wahlheimat.
Ich und Slava (spielt auch Fussball mit mir)
Kirche (Stadtführung war in Russisch)
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Der König von Almaty “did a Dave”
4.7.2009 von Norman.
Der Sinn dieser Überschrift wird euch hoffentlich klar werden beim Lesen. Dieser Eintrag berichtet von meiner Geschäftsreise nach Almaty in Kasachstan. Doch zu Beginn werde ich das Rätsel um den Spruch „I did a Dave“ auflösen. Das Wochenende bevor dem Kasachstantrip war ziemlich gut. Ich hatte ne harte Woche und hab daher entschieden Freitag auszugehen, trotz des anstehenden Fußballspiels Samstag morgen 10 Uhr – Treffpunkt 9:30. Der Abend war ziemlich genial und ich kannte mal wieder kein Ende. War mit einer Freundin und deren Freunden unterwegs und verschiedenen Clubs und in einer After-Party Location – das Ende vom Lied, wir waren alle ziemlich betrunken und ich 8:45 heim. Stefan hat mich dann 8:55 geweckt und auf ging es zum Fussball. Mir ging es so dreckig, beim Aufwärmen konnte ich kaum geradeaus laufen. Naja da Spiel ist dann auch so an mir vorbei gegangen aber war 90 auf dem Platz irgendwie. Jedenfalls war der Spott meiner Kollegen gratis. Mein Freund Dave hat als er neu war sich auch so ein Ding geleistet, bei kam aber noch dazu dass er im Spiel davor eine unberechtigte Karte bekommen hat und unser Trainer die ganze Woche das Ligamanagement bekniet hat, dass er spielen darf und er durfte. Jedenfalls war Dave auf einer ähnlichen Tour wie ich und ist aber nicht aufgetaucht zum Spiel – was unser Trainer in dem Moscow Boyhz Forum mit dem legendären Satz „Dave, you shit on the team“ kommentiert hat. Naja an dem Wochenende war ich der Übeltäter .-)
Nach ein paar Stunden Schlaf ging es dann am Sonntag nach Almaty – 4h Stunden Flug. War gegen 6 Uhr im Hotel, wurde natürlich Standesgemäß abgeholt. Tja leider gibt es über die Woche nicht viel zu berichten ausser na Menge Arbeit. Aber ich hab gut gelebt – Fahrer, riesiges Hotelzimmer und Büro, Assistentin, Essen wurde gebracht – ich wurde quasi behandelt wie ein König. Am Freitag hat mich dann die Chefin von dem Leben und ein Freund von ihr eingeladen – es ging mit dem Auto raus aus Almaty in die Berge. War echt ein Wahnsinnstrip und danach waren wir in einem usbekistanischem Restaurant essen und Shisha rauchen. Herrlicher Abend, war der „Sir“ – man nannte mich so im Hotel - gegen 3 Uhr zurück. Mein Kumpel Chris mit dem ich schon in St Petersburg war kam dann Samstag morgen mit dem Nachtflug aus Moskau. Na ein paar Stunden Schlaf wollten wir zum Almati See, der ca 2500m hoch liegt. Naja auf halbem Weg mussten wir umkehren weil der Motor vom Taxi heißgelaufen war – also Planänderung. Wir sind dann zum berühmten Eisstadion von Almaty gefahrnn und von dort aus einen Pass über die Berge gewandert. Super Natur, schaut aus wie in den Alpen. Danach ging es noch mit dem Sessellift ins Skiresort – vielleicht fahre ich da mal im Winter hin zum Skifahren, sah vielversprechend aus.
Abend ging es dann auf eine Geburtstagsparty in einem Club namens Pride – ausgelesen Gäste versteht sich. Meine Chefin hat dafür gesorgt dass wir reinkommen Codewort Aleksey Boev. Die Party war echt spitze und wir haben auch bis ca 5 Uhr durchgehalten. Sonntag stand Sightseeing auf dem Program und dann ab nach Moskau.
Ich ueber den Daechern Almatys
Ich ca 2500m ueber dem Meeresspiegel
Ich im usbekistanischen Restaurant
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St. Petersburg - Trip
1.7.2009 von Norman.
Mit einiger Verspaetung werde ich euch in diesem Beitrag von meinem grandiosen Wochenende in Sankt Petersburg erzaehlen. Eigentlich hat es eher schlecht angefangen, da ich mit 2 Freunden reisen wollte aber einer krankheitsbedingt am Tag der Abreise absagen musste. Also wurde ein Flugticket kurzerhand im Flughafen wieder storniert – was sich im nachhinnein als Fehler herausstellen sollte. Von Moskau benoetigt man ca. 1h Flugzeit und man ist in Sankt Petersburg, wo wir ein Appartment angemietet haben. Die Vermieterin ist die Mutter einer Freundin von einer Freund oder so, naja mehrere Ecken halt und super nett – die Abnahme des Appartments hat dann ca. 1h gedauert weil sie uns wirklich alles und ich meine wirklich alles. Nun weiss ich wie ein Wasserhahn funktioniert, wie man ein Blatt von einer Zewa-Rolle reisst, dass Messer und Gabeln in der Kueche sind und dass man Fenster auch ankippen kann. Man lernt halt nie aus. Jedenfalls liegt das Appartment direkt an einem der vielen Kanaele und ist ca. 5 Gehminuten von der Prachtstrasse Nevsky Prospekt entfernt. Nachdem wir nun wussten was alles im Appartment vorhanden ist und wie es funktioniert, ging es gegen 9 Uhr in ein Restautrant namens „Terassa“ wie der Name schon verraet hat es eine riesen Terasse mit Blick ueber die Stadt. Zur Zeit sind in Sankt Petersburg die weissen Naechte und es wir nicht wirklich dunkel also kann man noch gegen 1 Uhr draussen sitzen und es ist hell. Es wird in der Nacht zwischen 2 und 3 etwas dunkel aber Nacht kann man das nicht nennen. Echt wahnsinn. Mein Freund Chris kennt ein Maedel namens Jana (Яна) in Sankt Petersburg, die wir im Restaurant getroffen haben und die sich bereiterklaert hat uns mit Ihrer Freundin die Stadt zuzeigen – ich danke Chris heute noch fuer diesen Kontakt, da die Maedels den Abend echt zu einem Erlebnis gemacht haben. Zum einen wurden wir standesgemaess im weissen BMW von Anna (so hies die Freundin) die ganze Nacht herumgefahren und zum anderen ging es durch saemtlich Clubs der Stadt ohne dass wir gross anstehen mussten. War verdammt lustig und das beste an der Sache, der Spass hat uns ein paar Wasser und Glaeser Sekt gekostet (in Moskau haette uns das ein Vermoegen gekostet). Mir persoenlich hat die Beachbar und ein Club names XXX (sehr originell) am besten gefallen. War jedenfalls ein riesen Abend. Da in Sankt Petersburg die Bruecken in der Nacht stehen fuer die Schifffahrt offen sind „mussten“ wir dann auch bis ca 6 in der frueh durchmachen aber ich glaub, dass hat keinen gestoert – mich zumindest nicht. Nach einer kurzen Nacht ging es dann Samstag gegen 12 Uhr auf Sightseeing – Tour. Das Problem war leider, dass es ein langes Wochenende war und unzaehlige Touristen in der Stadt waren, daher mussten wir leider wegen des Andranges auf die Highlights Hermitage (eines der groessten Museen der Welt) und Peterofka (Herrensitz Zar Peter I) verzichten. Aber nichtsdestotrotz haben wir die restlichen Sehenswuerdigkeiten abgelaufen. Grandios war natuerlich auch die Bootsfahrt durch all die kleinen Kanaele. Sankt Petersburg ist etwas wie Venedig, nur in gross. Auf jedenfall eine super schoene Stadt und das Wetter war an diesem Tag fantastisch. Neben all den schoenen Haeusers, Kirchen und dem Hafen haben ich noch eine sehr Interessante Entdeckung machen koennen – die Vorliebe russischer Maenner fuer Netzhemden und Schuhe mit Loechern drin (haben die einen bestimmten Namen???). Was ich nicht wusste, man kann Netzhemden zu allem tragen, quasi wie ein schwarzes oder weisses T-Shirt. Der russische Mann traegt es ueber einer Jeans oder zu kurzen Hose aber auch unter einem Anzug macht es sich hervorragend. Dazu wie gesagt diese Loecherschuhe – vorzugsweise mit weissen Socken. Da faellt man schon auf als Westeuropaer im normalen T-Shirt und Hose und ohne Lochschuhe.Gegen 6 Uhr waren wir dann auch recht muede von all der Lauferei und haben uns erstmal ne Staerkung gekoennt – ne Flasche Weisswein in einem super bequemen Cafe. Herrlich so ein Leben. Auf dem Rueckweg haben wir uns entschlossen den mueden Beine und Knochen eine Erholung zukoennen - also ab in den Schoenheitssalon zur Massage – kann ich nur empfehlen nach einem solchen Tag das wirkt Wunder. Abends ging es dann zum Essen und dann durch unzaehlige Bars und Clubs.Am Sonntag stand nach einem leckeren Sushi-Fruehstueck / Mittag noch etwas Sightseeing auf dem Programm und dann ging es wieder per Flugzeug in die „Heimat“. Auf der Fahrt zum Flughafen hatte ich dann ein kleines Deja-Vu, denn wir wurden in einem alten Wolga gefahren und ich erinnerte mich daran, wie mich Frau John als Dankeschoen, dass ich ihr irgendwelche Buecher ins Auto getragen hab, vom Parkplatz der POS John-Schehr-Schule ans Tor (ca 100m) mit ihrem braunen Wolga gefahren hat – ein Kindheitserlebnis besonderer Guete. Am Flughafen wurde mir dann leider offenbart dass mein Flugticket storniert wurde. Kurze Erklaerung dazu – ich habe fuer den kranken Freund das Ticket mitgebucht und beim Stornieren seines Tickets hat die wirklich kompetente und hoechst intelligente Frau am TransAero Schalter kurzerhand die komplette Buchung storniert. Ist ja nicht so, dass ich fuer den Hinflug schon eingecheckt haette. Naja an meinem Pass hat sie wohl gesehen, dass ich Deutscher bin und vielleicht hat sie sich an Ihren Geschichtsuntericht erinnert und an die Tatsache, dass Deutsche in Russland gern weite Strecken laufen. Naja da wird man echt aggressiv wenn da noch ein rothaariger (sorry hab nichts gegen die Haarfarbe war aber situationsbedingt) Russe vor einem steht und sagt man solle doch einfach einen anderen Flug nehmen, insbesondere an einem Wochenende an dem die meisten Touristen in der Stadt sind. Nach einigem Hin und Her hat der russische Pumuckel mir dann doch einen Platz in der Maschine besorgt, was mich mich ca 100 EUR gekostet hat. Naja mal schauen was mir die Fluggesellschaft erstattet.Alles in allem war es aber ein super Ausflug und ich war nach 10h Schlaf am We wirklich muede in der anschliessenden Woche aber hab es gut weggesteckt. Ich hab euch mal ein paar ausgewaehlt Fotos hochgeladen und wuensche viel Spass beim Ansehen Achja liebe weibliche Leser – ich bin in die finanziellen Sphaeren eines weiblichen Haarschnittes vorgedrungen, da ich fuer meinen ersten Haarschnitt in Moskau runde 90 EUR hingeblaettert habe. Bevor Fragen aufkommen, nee keine Toenung oder Straehnchen – ein normaler Kruzhaarschnitt mit waschen, foenen und legen – naja war zufrieden und der Tee war lecker. Aber die Erfahrung lehrt – geh nicht einfach in einen Friseurladen ohne zu wissen was der Haarschnitt kostet. Der naechte Eintrag ist auch schon in Arbeit, da ich mich zum Zeitpunkt des Schreibens in Almaty (Kasachstan) aufhalte
Historisches Gebäude (Name vergessen)
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Hallo
7.6.2009 von admin.
liebe Freunde, Bekannte und all diejenigen die sonst schwer heben….in diesem Blog werden ich in regelmaessigen Abstaenden ueber meine Elebnisse in meiner neuen Heimat berichten und wuerde mich ueber Eintraege und Kommentare sehr freuen. Der erste Dank gilt Andreas, der so freundlich war mit eine “Anstellung” in seiner Firma zu geben. Des Weiteren Dank an all meine Freunde, die mir einen sehr schoenen Abschied im Januar bereitet haben insbesondere an Marcus und Anne, die mit Ihrem Geschenk jederzeit fuer warme Ohren sorgen…. Also viel Spass beim Lesen.Gruesse Norman
PS: Sorry fuer einige Vertipper
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Kultur
6.6.2009 von Norman.
Hallo liebe Freunde,
es wird mal wieder Zeit etwas mehr Kultur und Niveau auf diese Seite zu bringen – kann ja nicht nur von Party berichten, ganz zum Leidwesen von Andre – schöne Grüße mein Freund und hoffe deinem Arm geht es wieder gut oder zumindest besser.
Nach einem kleinen Streit mit einer Kollegin, wer wohl die längere und eindrucksvollere Geschichte hat – Russland oder mein Heimatland (hab mich natürlich für unseren kleinen Aussetzer entschuldigt) – habe ich mir das historische Museum auf dem Roten Platz angesehen. Sehr beeindrucken kann ich nur sagen. Alina, meine russisch Lehrering hat mich begleitet – eigentlich hatten wir ne Stunde ausgemacht aber ich hatte nicht so recht Lust am Sonntagnachmittag zu lernen, daher der Vorschlag die Stunde ins Museum zu legen. Es war die richtige Entscheidung. Leider sind im Museum keine Kameras erlaubt, so dass ich euch nur das Foto vom Gebäude zeigen kann. Im Grunde wird ein Überblick über die russische Geschichte gezeigt, von den Anfängen über die Stämme im Mittelalter bis hin zu den Zaren des 18/19 Jhd.. Das Museum ist auf jeden Fall ein Besuch wert.
In der Woche habe ich eine kleine Bootfahrt auf der Moskwa gemacht – schoen dem Sonnenuntergang entgegen, hier ein paar Bilder:
Bootsfahrt 2 - Luzhniki Stadion
Am letzten Samstag habe ich mir Kuskowo angesehen. Das ist eine frühklassizischtischer einstiger Herrensitz der Scheremetjews – keine Ahnung wer das ist und bin auch grad zu faul zu googlen – aber dieser Herrensitz ist nach dem Muster des Versailler Schlosses. Ein riesiger Park umgibt die Anlage und eine See gibt es dort auch. Ein hervorragender Ort zum entspannen und spazieren gehen (Andre – meckere nicht rum ueberspring den Kulturteil einfach ;-)) . Ich hab ca. 2h bis dahin gebraucht wegen dem Stau, da halb Moskau zu Ihren Wochenendhaeusern wollte. Naja hat sich gelohnt.
Ich in KunovoIch beim Schaschlik essen
Am Sonntag ging es dann in den Moskauer Zoo. Echt Wahnsinn was man da geboten bekommt . Einige russische Männer müssen unbedingt „oben ohne“ rum, verdammt die Jungs haben echt ein Haarproblem – naja war halt im Zoo. Die Russen fuettern auch einige Tiere, z.B. einen Strauss mit Zuckerwatte – echt krass. Aber der Zoo ist schoen, insbesondere der neue Teil ein klein wenig wie Leipzig.
So Fussball habe ich auch gespielt – herrlich deutsches Wetter – Regen, Wind und kalt. Die Deutschen haben es dann auch klargemacht. Stefan hat das erste Tor gemacht und ich mit einem Knaller aus der zweiten Reihe das zweite Tor. Wer Lust hat kann sich die linke Klatsche unter www.moscowfootball.com unter der Rubrik Video MB vs. YS ansehen – mein Tor ist in der 37min.
So am Montag wurde ich von einer Freundin in Theater eingeladen, sind verschiedene Kuenstler aufgetreten, hab zwar nur die Haelfte verstanden aber war gut. Danach ging es zur After-Theater Feier und war ein kleines High-Light – scheisse war ich voll, es gab Wodka bis zum Abwinken. War echt tierisch lustig und hab viel getanzt. Geendet hat die Party in einem Moskauer Bikerclub – da sah es aus wie bei Mad Max, nur die Donnerkugel hat gefehlt und ich schoen im Anzug – naja die Junge waren gut drauf und ich sowieso auf einem anderen Level. Naja der Dienstag war kein guter Tag aber so ist das halt manchmal.
So dieses WE ist schnell erzaehlt – Freitag lecker Steak essen (Danke Stefan fuer die Einladung), danach mit Dave ins Famous. Samstag ausruhen und Sontag etwas Russischunterricht, Arbeit und dann Fussball - Spiel gegen Bordo – ebenfalls deutsches Wetter und wir haben 3:2 gewonnen, war ne echt Schlacht aber die Deutschen haben es gerichtet – Stefan mit einem sehenswerten Kopfball und ich mit einer sehr soliden Abwehrleistung.
So Kinder ich muss jetzt ins Bett, bis bald
Norman
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Verpasste Parade, Tequila Boom und Hockey Weltmeisterschaft
13.5.2009 von Norman.
…sind die Themen meines heutigen Eintrages. Hinter mir liegt das zweite lange Wochenende in Folge. Grund diesmal der Victory Day oder der Sieg der Alliierten ueber Deutschland – naja ist auch mal ne Erfahrung, dass so ein Thema gefeiert werden kann und nicht wie bei uns totgeschwiegen wird. Wie dem auch sei auf jedenfall feiern die Russen den Tag mit einer riesigen Parade und in Zeiten der Krise war die Parade groesser und prunkvoller als in den letzten Jahren. Daher wollte ich die Parade auch um jeden Preis sehen – aber es kam mal wieder anders als geplant. Nachdem ich am Donnertag in einem Club namens Che Guevara versackt bin wollte ich Freitag eigentlich einen Ruhigen machen aber wie es immer so ist, wird aus einer Stunde die ganze Nacht. War in einem schicki-micki Club namens Pasha – der Club war sehr geil aber die Leute nicht so nach meinem Geschmack. Aber ich hatte ne Menge Spass. Ich und mein Kumpel haben im Club ein paar Russen kennengelernt, die uns noch in einen After Party Club mitgenommen haben – also ging es weiter bis ca 8 uhr in der Frueh.
Danach wollte wir eigentlich mit der ganzen Mannschaft zur Parade aber ein Fruestuecks-Mojito in einem Cafe war wohl Schuld daran, dass wir nicht puenklich waren. Hab quasi noch die Ruecklichter eines Panzers gesehen aber das war dann auch alles. Danach ging es weiter in den „Парк Победы” (Victory Park), dort sind dann all die Massen und Veteranen hinmaschiert um den Tag dort bei Musik und Wodka zuverbringen. Fuer mich war aber gegen 1 Uhr Schluss da ich meiem 48h Feiermarathon Tribut zollen musste und ich einfach nur schlafen wollte. Gluecklicherweise ist Stefan vernuenftig und hat einige Fotos geschossen – leider war es auch zu weit weg aber schaut einfach mal rein – ansonsten schaut mal bei YouTube – die Parade ist echt der Hammer. Parade 9Parade 8
Parade 5
Parade 4Parade 3
Parade - Luftschau 2
Parade - Luftschau 1
Nach einem geruhsamen Samstag, standen intensiv Russichkurs (3h) und Fussball am Sonntag auf dem Programm. Danach hab ich mein erstes Eishockeyspiel angeschaut – das Finale der WM zwischen den Russen und den Kanadiern – 2:1 fuer die Russen. Ihr koennt euch nicht vorstellen, was hier abging – Autokorso, Hupkonzert und Menschenmassen. Aehnlich wie bei der WM. Sehr geil. An diesem Abend hab ich meine bisher schlimmste Autofahrt erlebt – roter Lade mit getoenten Scheiben und unglaublich laute Hip-Hop Musik aus einer Anlage, die viel zu wuchtig fuer die Karre war – die ganze Huette hat gewackelt und der Typ war wohl ein verkappter Rennfahrer. Ist echt nicht lustig sich mit ca 100km (wusste echt nicht dass ein Lada diese Geschwindigkeit erreichen kann) auf einer der Prachtstrasse in Moskau im Windschatten an den Vordermann heranzusaugen um besser ueberholen zu koennen – der Typ musste bei jeder Lenkbewegung den Wagen justieren weil der so geschwommen ist. Wahnsinn.
Gut dass wir nur ein paar Kilometer fahren mussten aber ich glaub Stefan war genauso froh wieder aus der Karre aussteigen zu koennen wie ich. Im Anschluss waren wir mit anderen Freunden vom Fussball in einer Bar und wurden in die Welt des Tequila Boom eingefuehrt – im Grunde ist das ein Tequila mit Sprite den man auf Ex trinkt um danach vom Kellner einen Schlag mit einem Baseballschlaeger auf den durch einen Bauarbeiterhelm geshuetzten Kopf zu bekommen – der Boom halt. Jedenfalls haemmert das Zeug rein – echt Wahnsinn. Luzniki Sportpark So zum Schluss noch ne kleine Besonderheit aus meiner Heimat – keine Ahnung warum aber heute wurde das Warmwasser für 3 Wochen abgestellt, sprich ab morgen wird nur noch kalt geduscht – herrlich. Meine Russischlehrerin meinte doch das wäre „нормално“ – vielleicht für das 19 Jhd aber nicht für das 21 Jhd. Naja was soll es, werde es überleben.
So ihr Lieben beim naechsten Mal gibt es wieder mehr Kultur im Block aber so ein We muss auch mal sein Bis bald
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Мы хотили в Звонигород
3.5.2009 von Norman.
Am Wochenende war es nun endlich soweit – das Nesthäkchen hat sein warmes Nest verlassen und den ersten Ausflug gemacht. Die Reise ging nach Звонигород, eine Kleinstadt ca. 40 km von Moskau entfernt – im Westen glaube ich. Mein Russischlehrerin Alina hat mich gefragt, ob ich Lust habe Sie auf einen Ausflug zu begleiten und dort Ihre Freunde zu treffen. Na da gab es doch nicht viel zu überlegen, weil das WE sowieso im Zeichen der russischen Sprache stand. Am Freitag gab es einen schönen 5h Russischintensivkurs und da dachte ich mir dass man doch Samstag gleich noch ne Runde trainieren kann. Keine schlechte Idee aber blöderweise war ich Freitag nach sehr lange unterwegs und hatte ziemlich einen im Tee – war in einer neuen Bar, Name mal wieder vergessen aber ich weiss wo die ungefähr ist. War aber gut nur der Samstag morgen ziemlich im Eimer aber bin ja nur einmal jung. Naja wie dem auch sei, um 11.30 ging es los in Alina’s alten Subaru – geile Karre.
In Звонигород ging es ein schönes Kloster von irgendeinem Heiligen – sorry war nicht wirklich aufnahmefähig aber wirklich schön. Die Besonderheit, es gibt da ne heilige Quelle und die Russen schleppen das Wasser Literweise weg. Wie gesagt, irgendein Mönch hat dort über Jahre in einer Höhle gelebt und ihm zu Ehren wurden dort eine Kirche und das besagte Kloster gebaut. Ich hab euch mal ein paar Fotos hochgeladen
Danach waren wir noch ein wenig spazieren und haben ein kleinen Picknick gemacht (naja hab mich durchgefressen weil ich nichts mit hatte außer Wasser – naja damit konnten wir wenigsten de Möhren waschen. Auf dem Rückweg sind wir durch einige Dörfer gefahren – dort stehen echt so ne alten Häuser wie man sie aus den russischen Märchen von früher kennt. War echt schön und ein super Deja vue.
Spaziergang Moskau - ne Kirche
Am Sonntag war ich dann mit Stefan, Katrin und ein paar Freunden von uns zum Brunch. Bin danach noch ne Runde spazieren gewesen und Abends war ich Fussball spielen im alten Dinamo Stadion – diesmal hatte ich auch meine Kamera dabei. War ein Freundschaftsspiel und ich hab sogar ne Bude gemacht. Leider hat sich Kelvin unser Teammanager am Ende des Spiels leider die Hand gebrochen.
Dinamo VereinshausDinamo Vereinshaus
So morgen geht es wieder auf die geliebte Arbeit – also bis bald
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And the winner is….
26.4.2009 von Norman.
Hallo liebe Leser da bin ich wieder, hab ja lange nichts mehr geschrieben aber war auch für fast 2 Wochen in der Heimat und hab euch ja fast alle besucht. Nichtsdestotrotz will ich mal wieder berichten, was mir alles so zugestoßen ist in den letzten Wochen.
Zunächst muss ich mal berichten, dass die Moscow Boyhs die Wintersaison der Expat League gewonnen haben. Wir haben nicht ein Spiel in der Saison verloren. Diese Leistung musste natürlich ausgiebig gefeiert werden. Hab euch mal ein paar Fotos hochgeladen. Naja im Grunde haben wir uns selber gefeiert und es gab natürlich auch Auszeichnungen für den besten Abwehrspieler und Stürmer und so – naja ich bin leider leer ausgegangen aber hab ja nur ein paar Spiele gemacht aber nächstes Jahr will ich eine Trophäe haben (selbst unser Torwart hat eine Trophäe bekommen für den besten Torwart – nicht schwer wenn man nur einen hat, lieber Kerl aber manchmal frag ich mich ob er je einen Ball gefangen hat)
So die neue Saison – die Sommersaison hat begonnen. Keine Ahnung warum aber in der Sommersaison fehlen und immer die wichtigen Spieler deshalb gab es bereits 2 Klatschen. Naja wir haben diese Saison auch das Motto ausgegeben, dass alle Spielen sollen und dass daher die schlechteren Spieler auch genug Spielzeit bekommen – quasi dabei sein ist alles. Das Beste an der Niederlage am Wochenende war die eine SMS meines hollaendischen Mitspielers Bob, der leider nicht beim Spiel dabei sein konnte, die aber aehnlichen Kultstatus wie die “Granata. Bist du waci?” SMS erreichen kann. Folgender Wortlaut: “Norman hast du gehackt gemacht von die Lundbechs” - wie geil muss jetzt noch lachen, bloederweise haben die Lundbecks Gehacktes aus uns gemacht
Ich war auch mal wieder spazieren und hab ein paar Fotos geschossen, die ich euch auch hochgeladen hab.
Bin nun seit 5 Tagen wieder in Moskau, zum Glück kommt der Sommer oder Frühling langsam. Heute haben wir z.B. 20°C und die Russen flippen total aus, wie Sonnenhungrige aber verständlich nach 6 Monaten Kälte. So muss jetzt erst mal Schluss machen weil ich das schöne Wetter noch ein wenig genießen will, weiß ja nicht wie lang es noch anhält.
Bis später
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Moscow Boyz und naechtlicher Terror
21.3.2009 von Norman.
Hallo liebe Freunde,
sorry dass ich seit 2 Wochen nichts neues geschrieben habe aber ich war wie viele von euch bereits wissen vor 2 Wochen in der Heimat - war echt mal wieder gut normal Menschen zu treffen
Also was gibt es Neues im Land des nie enden wollenden Winters? Ne Menge kann ich sagen. Ersteinmal hat mein Team die Fussballsaison gewonnen. Ist fuer die Jungs ein Riesenerfolg und ich hatte meinen kleinen Beitrag am Gesamterfolg. Spielen derzeit wie die Bayern nur noch die Saison zu ende. Gestern ging es gegen unseren “Hassgegner” Storming Cloggs - ist ne englische Truppe, die sehr gut sind aber sich leicht aus dem Konzept bringen lassen was zu einem signifikanten Sprung in der Benutzung des Wortes “Fuck” fuehrt. Gestern war es recht knapp - haben 2:1 gewonnen. Hab das Siegtor vorbereitet mit einem 20m Hammer, den der Keeper nur abklatschen konnte und unser Stuermer brauchte dann nur noch vollenden. Hab euch mal ein paar Fotos von den Boyz hochgeladen - war auf der Abschiedsfeier von Darren
Freunde von Darren und meine Wenigkeit
Kelvin (Teammanager), Darren, Rikki (Trainer) und Peter
Ansonsten ist die letzten 2 Wochen nicht wirklich viel passiert weil ich viel gearbeitet hab. Aber will euch dennoch ein paar Zeilen schreiben. Bei meinem Flug nach Deutschland bin ich vom Flughafen Vnukovo geflogen, der liegt ca 30km vor Moskau. Der Flughafen ist ziemlich neu und wird auch gerade noch erweitert. Aber ist sehr leicht zu erreichen, da es einen Flughafenexpress gibt, der ca. 200 RUR (5 Euro) kostet und jede Stunde faehrt. Man entgeht damit dem nicht enden wollenden Stau in Moskau.
Germanwings FLugzeug auf den Rollfeld in Schoenefeld (Berlin)
Kiewsky Bahnhof - Abfahrtterminal Flughafenexpress
Ansonsten hab ich ne gute Tat vollbracht letzte Woche und einem besoffenen vielleicht das Leben gerettet - der arme Kerl hat doch tatsaechlich gedacht, dass es ne gute Idee ist seinen Rausch in der Kaelte (ca -5 Grad) auszuschlafen. Irgendwie haben die russischen Maenner echt ein Problem mit dem Alkohol - man sieht staendig Leute in der Metro (nicht wirklich Penner) die bereits morgens sternhagelvoll sind. Echt traurig.
Am letzten We war ich mal wieder gut unterwegs und es gibt einiges zu berichten. Da am Freitag das iranische Neujahrsfest gefeiert wurde - was ich bis dato nicht wusste, dass die Iraner dies Mitte Maerz machen - wurde ich und zwei Freunde (Dave und Scott) von meinem iranischem Teamkollege Hussein ins Mirrage eingeladen. Das Mirrage ist ein Restaurant in der Naehe des Unicampus und sehr beruehmt fuer sein gutes und billiges Essen. Bloederweise liegt es ziemlich weit draussen, so dass man ca 25 Minuten mit der Metro fahren muss. Aber es hat sich gelohnt. War ein lustiger Abend, da Hussein noch ein paar iranische Freunde dabei hatte und die Jungs wirklich gut feiern koennen. Danach ging es ins DUMA - eine Art russische Tanzbar. Ich sag euch die Russen haben echt einen schraegen Tanzstil drauf. Das beste an diesem Abend war der Barkeeper - was ein Vollidiot - erstmal Hemd aufgeknoepft bis zur Hose um die behaarte Brust zu praesentieren. Der Typ hatte einige “spektakulaere” Moves drauf beim Mixen, bloederweise hat der sich dabei immer mit den Getraenken nass gemacht . naja war echt lustig dem Typen und seiner super coolen Art zuzusehen.
Gestern war ich im Kichkok - kleiner aber sehr feiner Laden. Was ich nicht wusste aber da war ne 70 Jahre Party - mega geil - viele Leute hatten Klamotten aus den 70zigern an und die Stimmung war riesig. Dazu Livemusik und ein super Saenger der fuer Stimmung gesorgt hat. Der Laden hat gerockt wie man so schoen sagt. Naja das Ende war weniger schoen, da Stefan bloederweise die Wohnungstuer von Ihnen verriegelt hat. Nachdem ich ca 10 Minuten an die Wohnungstuer gehaemmert hab, bin ich erstmal zu MC Donald fruehstuecken gegangen. Dann wieder zurueck weitere 10 Minuten lautes klopfen und zwischendurch Schneebaelle (gut das nch Winter ist) ans Fenster werfen. Man bekommt ein Haus mit ca. 10 Partein ungefaehr in 10 wach durch so ne Aktion. Naja muste mich kurz mit dem Nachbar rumschuppsen - der war verstaendlicherweise sehr sauer - genauso wie ich aber wir konnten es klaeren. Also wieder Schneebaelle werfen. Bloederweise hab ich einige Male das Fenster des anderen Nachbarn getroffen - aber er schien gut drauf zu sein, hat extra seine Polizei oder Armeemuetze aufgesetzt um mich zu bitten doch endlich aufzuhoeren. Hab mich also entschlossen, die Nachbarn in Ruhe zu lassen und es mir im Treppenhaus gemuetlich zu machen - gut dass Stefan gegen halb Acht mal auf das Klo musste und ihm eingefallen ist, dass er die Tuer verriegelt hat. Bin nun echt KO.
So Ihr Lieben das muss erstmal reichen. Will noch ne Runde spazieren und hoffe keinem der Nachbarn zu begegnen
Alexandrovsky Sad (Park vor dem Kreml)
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Neuigkeiten aus und über Moskau
28.2.2009 von Norman.
So liebe Freunde hier bin ich mal wieder und schreibe ein paar Zeilen. Heute gibt es einen Bericht über das letzte WE als auch einige Neuigkeiten über meine neue Heimat.
Auf Grund eines Feiertages am letzten Montag (23.02.) – Tag der Vaterlandsverteidiger – war das abgelaufene WE mein erstes langes WE aber ich sag Euch es kam genau zur richtigen Zeit , da ich in der abgelaufenen Woche viel Stress hatte. Freitag hatte ich erstmals mit der deutschen Botschaft zu tun, da ich einen neuen Pass brauche, um mein Arbeitsvisa zu beantragen. Die dt. Botschaft oder Passstelle ist ungefähr im Südwesten der Stadt und in einem hässlichen grauen Block untergebracht.
Deutsches Konsulat - Passstelle
War fast ne Weltreise um dort hinzukommen und ich hab mich blöderweise auch noch verlaufen. Die ganze Prozedur hat ca. 3,5 Stunden gedauert und zwar wegen der folgenden Punkte:
· 30 min da ich mich auf dem Hinweg verlaufen hab
· 30 min um die Sicherheitsschleuse zu durchqueren (vor dem Gebäude standen ungefähr 40 Russen, die ein Reisevisa beantragen wollten)
· 1h zur wirklichen Bearbeitung des Antrages
· 30 min um neue Fotos zu machen, weil die von mir mitgebrachten dem Computer nicht gefallen haben
· 1,5h weil Boris, der Idiot an der Rezeption mich in einen Warteraum schickt, obwohl ich ihm erkläre, dass ich erwartet werde. Naja dafür hat Boris einen gewaltigen Einlauf von der Beamtin bekommen
Hab auf dem Weg zur Botschaft mal ein paar Bilder von einer der vielen Wohnsiedlungen gemacht - quasi Halle / Neutstadt in gross - damit ihr Euch mal ein Bild machen könnt, wie es hier auch aussehen kann:
War dann ca. 14 Uhr auf Arbeit. Am späten Nachmittag haben dann all Frauen der Abteilung den „Vaterlandsverteidiger“ ein Ständchen gebracht und ein kleines Buffet mit Kuchen und Obst bereitet und jeder Mann hat ein kleines Geschenk bekommen. Sogar ich, der in einem Land geboren wurde, welches nicht ganz unschuldig an diesem Tag ist J
Am Abend hab ich in der Bar meines Fussballmanagers Michael kennengelernt. Der Typ spielt in einem anderen Team in der Liga und war in der ersten Staffel der russischen Big Brother Staffel. Er ist quasi ein kleiner Star hier. Jedenfalls hat er mich in einen Livemusik-Club mitgenommen und es war ein echt lustiger Abend, der nach einer Wiederholung schreit.
Am Samstag hab ich dann ne neue aber schlechte Erfahrung gemacht. Da ich sehr hungrig war und zu faul mich bei MC Donalds anzustellen, hab ich beschlossen mir bei einem kleinen Stand, wo die Russen normalerweise essen, ein Käsesandwich zu kaufen – großer Fehler. Nach ca. 30 min ging es los – Magen Darm + irgendwas mit dem Kreislauf. Jedenfalls hat mich das den kompletten Samstag und Sonntag ausgeschalten. Hab dadurch leider das Fußballspiel verpasst aber hab mal richtig geschlafen. Am Montag dem eigentlichen Feiertag war dann auch nicht viel los weil ich immer noch etwas geschwächelt hab. Naja das wird erst mal der letzte Versuch bleiben an einem Stand was zu essen obwohl viele Dinge sehr lecker aussehen aber man halt nie genau weiß wie alt das Zeug ist.
Die Woche über war Kathrin, Stefan Freundin bzw. Verlobte da aber hab die beiden kaum gesehen, da ich viel Arbeiten und die beiden viel unterwegs waren. War mit beiden am letzten Freitag unterwegs, war sehr lustig. Gestern war stand dann mal wieder Fussball auf dem Programm – Match gegen die Holländer. Leider nur unentschieden aber super Spiel. Leider hat sich einer von den Gegnern das Schien- und Wadenbein gebrochen. Armer Kerl, der lag fast 60 min am Spielfeldrand bis der Krankenwagen kam. Habe hinterher erfahren, dass es sein erstes Spiel überhaupt war. Echt arme Sau. Aber so ist das nun leider mal im harten Expat-Fußballgeschäft.
Gestern Abend war ich mit Dave und Ricki unserem Trainer unterwegs. Die beiden haben mich in die Wodka-Bar mitgenommen. Sehr geile Bar von der Ausstattung – überhaupt muss ich sagen, dass von der Ausstattung und Inneneinrichtung die Bars in Moskau echt einzigartig sind. Echt geil.
So da dieser Blog ja nicht nur meine Aktivitäten wiederspiegeln soll, sondern ich euch Moskau etwas näher bringen will, möchte ich heute mal auf 2 eigenartige Dinge eingehen. Zum einen die Eisportionierer und zum zweiten die Hundefamilien. Ich hab euch doch bereits erzählt, dass ich mich regelmäßig hinlege, da Streumittel hier in Moskau scheinbar unbekannt sind. Viel mehr gibt es menschliche „Streumittel“ oder es ist vielmehr ein Job, wo man denkt, nur gut dass ich dass nicht den ganzen Tag machen muss. Das soll jetzt nicht abwertend klingen, denn ich habe echt Hochachtung vor diesen Leuten und liebe Sie dafür, dass Sie mir helfen meine Sturzrate zu minimieren. Also die Jungs haben so ne kleine Hacke und schlagen sich da durch das Eis. Man möchte meinen nichts Ungewöhnliches aber wenn man die riesig breiten Gehwege hier sieht, dann wird einem erst mal die Leistung bewusst mit der sich die Kollegen durch die Eismassen kämpfen. Naja scheint wohl ne Art ABM zu sein, denn Salz würde dies wesentlich schneller erledigen. Auf jeden Fall sieht man die Kollegen tag ein Tag aus hacken.
Das zweite Ungewöhnliche sind die zahlreichen Hundefamilien, die hier in der Stadt leben. Die sind wie kleine Banden organisiert und leben meist in den UBahn schächten. Hab schon zwei oder drei Hundekämpfe gesehen, da wird einem aber anders wenn da 2 Hundebanden im Tunnel aufeinander treffen und sich ca. 10 Hunde beißen, anbellen und anknurren. Die ganzen Russen mich eingeschlossen flüchten dann immer sofort weil wohl keiner weiß, wie das ausgeht oder eskaliert aber auf jeden Fall ne komische Sache.
Ausserdem will ich heute mal etwas über meinen neuen Arbeitgeber schreiben. Also die Firma für die ich arbeite heisst Rosno und wurde vor ein paar Jahren von der einer grossen deutschen Versicherung gekauft. Hauptsächlich verkaufen die Autohaftpflicht und Kaskoversicherungen, dazu natürlich Leben- und Krankenversicherungen. Ich arbeite in der Finanzabteilung aber soll hauptsächlich schauen, wie wir die Kosten von dem Laden signifikant senken können. Hier mal ein Foto von dem Gebäude in dem ich arbeite:
Also das war es für und heute. Wünsche euch viel Spaß in der Heimat.
Geschrieben in 03/09, Norman in Moskau | Drucken | 3 Kommentare »
Meine Wohnverhaeltnisse
15.2.2009 von Norman.
Liebe Leser,
heute moechte ich euch mal zeigen, wie ich so lebe. Wie bereits geschrieben habe ich fast 3 Wochen in dem folgendem Hotel gelebt
Zu dem Hotel gibt es nicht viel zu sagen ausser dass es nicht wirklich gut war. Leider hab ich keine Fotos aber dafuer waere selbst der Speicherplatz zu schade.
Seit Mitte Januar wohne ich nun bei Stefan. Die Wohnung liegt im Herzen von Moskau und ist ungefaehr 20 Minuten Fussweg vom Roten Platz entfernt. Die Wohnung ist in einer kleinen Gasse in der Naehe der Metrostation Tretjakowskaja. Die Wohnung ist ca 100qm gross und liegt im dritten Stock. Ich muss sagen, dass Stefan einen echt guten Geschmack hat was Einrichtung angeht - naja vielleicht muss ich dieses Lob auch an seine Freundin / Verlobte richten aber ist ne Wohnung zum Wohlfuehlen. Das Beste an der Wohhnung ist aber die Putzfrau - man gewoehnt sich aber an alles dort stehen und liegen zu lassen wo es einem aus der hand faellt, naja werde es erstmal geniessen aber hoffe es mir nicht angewoehnen
So zurueck zur Wohnung - die Wohnung hat vier Raeume - Wohnzimmer, Gaesteraum (mein Zimmer), Schlafzimmer und Essbereich mit offener Kueche dazu 2 Baeder und einen ziemlich langen Flur. Aber schau euch einfach ma die Bilder an:
Ansonsten ist die vergangene Woche nicht viel passiert ausser dass ich WE dieser Stadt meinen ersten Tribut zollen musste. War leider zu viel in den ersten Wochen und mein Koerper hat mir ein kleines Signal gesendet - abe mir geht es wieder gut. Daher hab ich es dieses We ruhiger angehen lassen. War am Freitag bei einem Kollegen vom Fussball zur Abschiedsfeier, da er wieder nach Australien geht. War super aber leider habe ich mal wieder die Kamera vergessen aber besorge Fotos.
Samstag stand Russisch im Mittelpunkt. Ich versuche derzeit ca 3 mal die Woche Kurse zunehmen wenn es die Arbeit zulaesst, meist Dienstag, Donerstag und Samstag. Seit 2 Wochen gehen Stefan, Alina (meine Lehrerin) und ich Samstag Nachmittag Kaffee trinken und versuchen uns auf russisch zu unterhalten und das Sprechen zu verbessern. Naja mit meinem begrenzten Wortschatz ist das nicht immer einfach. Stefan ist ziemlich gut muss ich neidlos angerkennen. Alina ist echt ne super Lehrerin und hat echt viel Geduld und Verstaendnis wenn man mal etwas uebermuedet am Samstag zum Unterricht auftaucht. Naja es macht aber riesig Spass und wird besser. Hier sind zwei Fotos von letzten Samstag
Alina - meine Russischlehrerin
Stefan - beim formulieren eines Satzes
So war heute mal wieder Fussball spielen und zwar gegen eine tuerkische Truppe - haben gewonnen 6:5 trotz 4:3 Rueckstand. Habe ne gelbe Karte wegen Wutfaul bekommen, war ein Aufruettelfaul, danach ging es ab.
In Moskau schneit es uebrigens wie sau zur Zeit und da es recht warm ist liegt die ganze suppe auf der Strasse und fliesst nicht ab. Echt wahnsinn.
Randi ist wie in Vietnam nur das die Bruehe kalt ist.
So zum Abschluss noch eine kleine Bitte - es waere super wenn der eine oder andere mal einen Kommentar auf der Seite lassen wuerde damit ich merke, dass dies nicht umsonst ist - falls das technisch nicht geht wird Bluemchen das schon richten
Bis bald in Gummistiefeln
Norman
Geschrieben in 02/09, Norman in Moskau | Drucken | Keine Kommentare »
Moskau - Erste Eindruecke
10.2.2009 von Norman.
In diesem Beitrag moechte ich euch meine ersten Eindruecke von der Stadt wiedergeben und diesmal verzichte ich auf eine Beschreibung meiner Erlebnisse des letzten Wochenendes. Nicht das es schlecht war, im Gegenteil es war gigantisch und hatte sogar noch einen sehr guten Tip parat - ”Lass es langsam angehen Junge” ansonsten rebelliert der Koerper noch
So nun zu meinen Eindruecken meiner neuen Wahlheimat und der erste Begriff der mir dazu einfaellt ist CHAOS. Das Chaos beginnt bereits bei der Fahrt vom Flughafen in die Stadt. Vom Flughafen Domodedowo sind es ca. 16km in die Stadt und das Chaos beginnt an der Stadtgrenze. Es faehrt jeder nach dem Motto “Der Staerkste gewinnt” und es wird jeder Raum genutzt um voranzukommen. Man nutzt den Seitenstreifen, Fussgaengerweg, Strassenbahnfahrweg oder bevorzugt mit einem Jeep einfach das nebenstehende Feld. Ich weiss bis heute nicht wie der Fahrer seinen Wagen durch diesen Verkehr steuern konnte. Wenn man nun diesen Stau entkommt geht der Spass erst richtig los - ich glaub es gibt in der Stadt keine Geschwindigkeitsregeln, bin bereits einige male mit ueber 100 Sachen durch die Stadt gefahren. Ein Wunder, dass es keinen russischen Rennfahrer gibt bei dem Potential hier.
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Der zweite Punkt, den man relativ schnell lernt ist, dass man als Fussgaenger ein Niemand ist. Mein Reisefuehrer beschreibt es mit den Worten: “Es gibt in Moskau 2 Arten von Fussgaenger - schnelle und tote” dies sagt wirklich alles. Eine gruene Fussgaengerampel oder ein Zebrastreifen heissen hier noch lange nicht, dass man gefahrlos die Strasse ueberqueren kann. Aber zum Glueck gibt es zahlreiche Unterfuehrungen die man nutzen kann.Wenn wir einmal beim Verkehr sind, muss man natuerlich auch ueber die Metro reden. Die ist hier wirklich spitze. Die Frequenz ist ziemlich hoch, denn alle 2,5-3 Minuten kommt eine Bahn. Das ist wirklich fantastisch. Ich habe ja bereits einige Bilder von Metrostationen hochgeladen, um euch mal einen Eindruck von den schoenen Stationen zu geben. Beium Metrofahren merkt man auch, wie gross diese Stadt eigentlich ist, na bei 13mio Einwohner auch kein Wunder. Bin zwar derzeit fast nur im Zentrum unterwegs aber das reicht schon, um sich blutige Fuesse zu laufen. Um von der Metro nach Aussen oder von Aussen in die Metro zugelangen muss man endlos lange Rolltreppen fahren. Da normale Russe ist wohl etwas Lauffaul daher bilden sich immer riesige Schlangen in der Rush Hour aber wie es sich fuer einen guten Russen gehoert, stehen die alle auf der rechten Seite und lassen die linke wie “befohlen” frei. Ist echt ein schoenes Schauspiel wie diszipliniert die Leute auf der Treppe stehen oder sich an der Rolltreppe anstellen. Naja fuer einen Mitteleuropaer wohl eher ne ineffiziente Art des Rolltreppen fahrens.
Beim Thema Ineffizienz sind wir gleich beim naechsten Eindruck - der Rollenverteilung. Also in Moskau herrscht erstmal das Gesetz des Staerkeren und das Gesetz des Mannes. So kommt es, dass es in vielen Laeden einen dirigierenden Mann oder mehrere Maenner gibt und viele wirklich arbeitende Frauen. So kann es schon mal vorkommen, dass man einige Minuten auf die Bestellung wartet obwohl der gute Herr nichts zu tun hat und die arme Kellnerin sich die Fuesse wund laeuft. In Sachen Service kann diese Stadt echt noch sehr viel lernen, eine hohe Anzahl Mitarbeiter heisst noch lange nicht, dass ueberhaupt irgendwas passiert. Dieses Rollenverstaendnis spuert am aber sehr oft und es ist fuer einen aufgeschlossenen Westeuropaer schon seltsam. Was nicht heissen soll, dass die russische Frau dadurch Nachteile hat, ich glaub vielmehr, dass sie dieses Rollenverstaendis perfekt fuer sich nutzt. Aber dazu bald mehr.Neben all diesen eher negativen Dingen ist Moskau aber ein sehr reizvolle Stadt. Neben all den schoenen alten Gebaeuden spuert man sehr haeufig den Hang der Russen zum Luxus und Prunk. Viele Bars, Restaurants und Clubs sind extrem aufwaendig und schoen gestaltet. Jedes dieser Objekte ist eigenartig und man merkt sofort, dass sehr viel Geld investiert wurde. Aber das macht es gerade sehr faszinierend. In allen Bars und Clubs in denen ich bisher war, bin ich aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen und ich moechte behaupten, dass einige dieser Lokalitaete zu den schoensten der Welt gehoeren. Kurzum ich bin tierisch begeistert.
Das Nachtleben ist hier wirklich der Hammer. Die Leute gehen ab und feiern als ob es keinen Morgen mehr gibt. Na gut man muss erstmal die Gesichtskontrolle hinter sich lassen, was als Westeuropaeer normalerweise kein Problem ist aber dann geht gleich die Post ab ohne dieses laesstige Aufwaermen wie in manch deutschen Clubs. Wie ihr seht bin ich diesem Nachtleben bereits verfallen, obwohl ich bisher nur einige Male aus war. Aber ueberzeugt euch bei einem Besuch selber, es ist verdammt schwer zu beschreiben, man muss es erleben.
So kommen wir mal wieder zu meinen sonstigen Eindruecken -achja da sind z.B. die netten 24h Maerkte, in denen man rund um die Uhr und vorallem auch Sonntag einkaufen kann. Das ist echt ne super Sache, insbesondere dann wenn man Spaet heim kommt oder vergisst einzukaufen. Ist echt ne prima Sache, die einem das Leben erleichert.
Ein weitere sehr angenehme Sache sind die Gipsy-Taxis - das sind Privatleute, die man auf der Strasse anhalten kann und die einen fuer ein paar Rubel heim fahren. Bisher habe ich damit nur gute Erfahrungen gemacht und eine seltsame am letzten WE. Der Fahrer, der im uebrigen sehr nett war meinte Mitten in der Fahrt, dass er schlafen muesste und fuhr rechts ran. Keine Ahnung was das sollte aber bevor ich dies wirklich rausfinden sollte, hab ich ihm ein paar Rubel hingeworfen und bin ausgestiegen. Scheinbar war er wirklich muede, denn er ist nicht mal wch dabei geworden. Naja da musste ich halt laufen - war im uebrigen fast dieselbe Strecke wie beim letzten Mal also nichts neues.
So das soll es erstmal gewesen sein, werde neue Eindruecke und lustige Dinge in Kuerze hier reinstellen. Im naechsten Eintrag werde ich mal ein paar Bilder von der Wohnung hochladen, damit ihr mal seht wie ich hier wohne.
Bis bald
Norman
Geschrieben in 02/09, Norman in Moskau | Drucken | Keine Kommentare »
Wochenende 30 Jan - 01 Feb
1.2.2009 von Norman.
Das letzte Wochenende war ein sehr gutes. Da Stefan im Winterurlaub ist habe ich “sturmfrei”. Am Freitag war ich nach der Arbeit mit den Australiern und Dave erst in einer Bar und dann noch in einem alternativen Schuppen mit einer Liveband. Die Musik war echt geil. Die Gardarobe war der Knaller - weil es keine Haken mehr gab wurden die Jacken kurzerhand in Muellbeutel verstaut und gestappelt. War echt froh, dass ich meine Jack wieder bekommen hab. Danach ging es noch in eine andere Musikkneipe, war wirklich ein Spass. Super Schuppen. Diesmal hab ich mir die Metrostation gemerkt und musste nicht laufen. Samstag war mal wieder Russisch angesagt. Danach hab ich ein Konto eroeffnet - hat mich ca 1,5h gekostet aber mit gebrochenen russiche und Haenden und Füssen hab ich es geschafft. Am Abend war Fussball angesagt - Spiel gegen Bordo - ne französische Truppe. Super Spiel und ich hab mein erstes Tor gemacht. Die Liga hat ungefähr Kreisliga Niveau aber es macht viel Spass und reicht fuer mein Alter - die goldenen Schuhzeiten hab ich hinter mir.
Heute am Sonntag stand relaxen auf dem Programm - war nur etwas spazieren und hab diesen Block geschrieben. Hab euch mal ein paar Fotos vom Fussball hochgeladen.
Geschrieben in 02/09, Norman in Moskau | Drucken | Keine Kommentare »
Zusammenfassung Januar
1.2.2009 von Norman.
Anreise in meine neue Heimat gestaltete sich alles andere als einfach. Auf Grund eines Fehlers bei meiner Fluggesellschaft wurde meine Reservierung gestrichen und ich musste mir kurzerhand am Flughafen ein neues Ticket kaufen und ca 60kg Übergepäck bezahlen. Naja gut dass man etwas zur Seite gelegt hat sonst waere der Anfang der Reise gleich das Ende gewesen.
Angekommen in Moskau nach 2,5h Flug wurde ich vom Fahrservice abgeholt - diesmal keine schwarz Limo sondern ein junger Russe mir Leder-Baseball-Cap und Ford Focus, leider sprach der kein Wort englisch aber wusste zum Glueck wo ich hin musste. Gegen 18.30 war ich dann endlich im Hotel. Enttaeuschung war sehr gross, denn das Hotelzimmer war sehr klein und es gab weder ne kleine Kueche oder Wasserkocher. Gut dass ich Kekse und Schokolade mit hatte. Die erste Nacht in Moskau war alles andere als spektakulär und ich hab recht gut geschlafen.
Am zweiten Tag bin ich gegen Mittag zu einer Besichtigungstour aufgebrochen. Der Kreml, die Basilikuskathedrale und der rote Platz standen auf dem Programm. Ich hab mir ebenfalls das Kaufhaus GUM angesehen, alles wirklich sehr beeindrucken insbesondere die Kathedrale. An diesem Tag ist auch das russische Weihnachtsfest und es war ziemlich viel los auf dem roten Platz. Ich waere gern noch geblieben aber die Temperaturen vn ca. -15 Grad haben mich davon abgehalten. Auf dem Rueckweg hab ich meinen ersten Einkauf erledigt - Joghurt, Wasser, Kaese und Brot - ich muss sagen es war einfacher als gedacht - naja lag wohl daran, dass es ein Supermarkt ist und zum Glueck zeigen die Kassen auch hier die zuzahlende Summe an
Am zweiten Tag habe ich mir die Gegend rund um mein Hotel angesehen - ist nicht ganz im Zentrum aber sehr schoen. Es gibt viele alte Haeuser und beeindruckende Kirchen. Leider war es wieder verdammt kalt so dass ich den Grossteil der Zeit im Hotel verbrachte.
Am dritten Tag habe ich mich entschieden die im Reiseführer vorgeschlagene U-Banhroute zu machen. Naja da sTicket kaufen war eine Herausforderung - hab erstmal einige Minuten gebraucht um rauszufinden wieviel das kostet aber meine Taktik mit grossen Scheinen zu bezahlen hat sich wieder als richtig herausgestellt - letztendlich kostet ne Fahrt ca 22RR oder 50 Cent. Nachdem ich diese Hürde genommen hab hab ich mir einige der schoensten Stationen angesehen. Mein Favorit ist die oft gerühmte Station Komsomolskaya und Kiewskaya. Am Abend war ich dann mit Stefan (meinem Ex-Chef und Freund) was Essen und ein Bier trinken. Muss ehrlich sagen, dass ich sehr froh war, dass ich nach 3 Tagen mal mit jemandem reden konnte.
Am vierten Tag - Sonntag den 11. Januar - war mein erster Arbeitstag. Leider musste ich feststellen, dass meine Abteilung - Finance - in ein neues Gebäude gezogen ist - dieses befindet sich fast in Sibiren, wenn man die Fahrzeit bis dahin als Massstab nimmt. Das Büro ist ca. 45 Minuten vom Hotel entfernt. Der erste Arbeitstag war ganz ok - Computer lief, Kollegen waren nett und man verbringt den ganzen Tag um Leute kennenzulernen, deren Namen man schnell wieder vergisst - ich zumindest. Das Durchschnittsalter der Kollegen liegt bei ca 25 Jahren aber die sind alle sehr nett obwohl sich die englisch Kenntnisse im Rahmen halten. Umso mehr muss ich nun lernen.
Die erste Woche lief sehr unspektakulär. Ich war am Mittwoch den 13. Januar mit dem Team von Stefan Sushi essen. Die sind alle sehr nett und werden mir in Zukunftnoch sehr viel helfen - wie spaeter berichtet wird.
Am Freitag den 15. Januar war ich mit Stefan unterwegs. Wir sind durch ein paar Bars gezogen unm letztendlich in einem Club namens Opera zu landen. War der helle Wahnsinn. Die Russen feiern als ob es keinen Morgen gibt. Sehr geil. Bei dieser Gelegenheit habe ich gleich Bekanntschaft mit den Gipsy Taxis gemacht - Einheimische die ihr Geld aufbessern wollen und Leute durch die Stadt fahren - da Stefan gut russich spricht war die kein Problem und eine billige Art nach Hause zu kommen.
Am Samstagabend hab ich dann bei unserem Teammanager in der Bar ein paar Leute von meiner neuen Fussballmannschaft kennengelernt. Ich spiele bei den Moscow Boyhs - http://moscowfootball.com/ - wir spielen bei Lokomotive Moskau in einer Halle, diese sieht aus wie die Flasche von Dynamo Eisleben nur für Grossfeld und mit Kunstrasen. Der helle Wahnsinn. Das spiel lief nicht so gut fuer mich weil ich mit dem gorssen Feld und der nicht zur Anwendung kommenden Abseitsregel nicht klar kam. Aber es wird weitere Spiele geben.
Im Laufe der Woche hab ich mit Russisch angefangen. Meine Lehrerin heisst Alina und arbeitet an der Uni. Sie ist super nett und lustig. Der Unterricht ist bei Ihrer Oma und ich versuche 3 mal die Woche Unterricht zu nehmen.
So kommen wir mal zu meinem Geburtstag - der war ganz gut. Vielen Dank nochmal für all die netten Nachrichten, SMS und Anrufe. n der Abteilung habe ich Kuchen ausgegeben und es hat mich sehr gefreut, dass die an meinen Geburtstag gedacht haben. Die ganze Abteilung (ca 30 Leute) standen in einer Reihe und die Chefin hat ne Rede gehalten - russich eben. Hab ne Flasche Wodka und ein Wörterbuch bekommen. War am Abend mit dem Team von Stefan was Essen und dann noch in einer Bar. Von denen hab ich einen Gutschein von Adidas bekommen. Bin zum ersten mal in meinem Leben in ein Restaurant und hab 5.00 was gegessen - ein Hoch auf die 24h Restaurants.
Am Samstag war ich mal wieder mal wieder unterwegs - mit Darren und Dave vom Fussballteam und Darren’s Bruder Steven. Darren und Steven kommen aus Australien und Dave aus den - USA - sind super nett und ungefähr mein Alter. Waren mal wieder im Opera und haben dort einen Tisch gemietet - war zwar teuer aber ein riesen Spass. Leicht angetrunken musste ich diesmal dem Taxifahrer erklaeren wo ich hin will. Blöderweise hab ich die Metrostation verwechselt. Irgendwie ist der Taxifahrer dann in eine mir unbekannte Richtung gefahren und ich hab voll Panik bekommen (später hat sich rausgestellt, dass es an der falschen Metrostation lag die ich ihm gesagt hab) und ich hab mich am Kreml rausschmeissen lassen - naja war dann nach 30 Minuten Morgenspaziergang und ca. 8.30 heim.
Leider musste ich Sonntag schon wieder gegen 11 Uhr aufstehen, da ich ne Verabredung mit einer Kollegin hatte, die mich Moskau zeigen wollte - konnte den Park Kultury nicht wirklich geniessen.
An diesem Wochenende bin ich dann auch aus dem Hotel zu Stefan gezogen. Der hat ne schoene 100qm Wohnung und ich darf für ein paar Monate im Gästezimmer schlafen. Ist echt klasse, weil hier alles vorhanden ist - Kaffeemaschine, Wasserkocher und Herd. So das war es erstmal. Viel Spass mit den Bildern
Stefan’s Team (Irina, Fiodore, Julia)
Geschrieben in 01/09, Norman in Moskau | Drucken | 1 Kommentar »